Steine bemalen: Ideen, Farben und Steine verstecken

Von Steven Schulz · · 4 Min. Lesezeit

Glatte Kiesel sammeln, bunt bemalen und für andere verstecken – Steine bemalen ist ein Bastelprojekt, das draußen beginnt und draußen endet. Welche Farben halten, welche Motive gelingen und was beim Verstecken wichtig ist.

Ein glatter, runder Stein liegt gut in der Hand, und auf seiner Oberfläche lässt sich fast alles malen: ein Marienkäfer, ein Monster, ein Muster aus Punkten. Steine bemalen ist ein einfaches Bastelprojekt für Kinder ab dem Kindergartenalter, das mit einem Spaziergang anfängt und oft mit einer kleinen Schatzsuche endet. Hier liest du, welche Steine sich eignen, welche Farben halten und wie das Verstecken von bemalten Steinen funktioniert, ohne dass jemand sich ärgert.

Die richtigen Steine finden

Am besten eignen sich flache, glatte Steine ohne viele Risse und Poren. Auf rauen Steinen verläuft die Farbe, und feine Linien gelingen kaum. Gute Fundorte sind Kiesufer, Feldränder oder der eigene Garten. Auch im Baumarkt oder Bastelladen gibt es Kiesel zu kaufen.

Beim Sammeln in der Natur gilt: Einzelne Steine für den eigenen Gebrauch mitzunehmen ist an vielen Orten kein Problem. In Naturschutzgebieten und anderen Schutzgebieten kann das Entnehmen aber verboten sein, und auch an manchen Stränden und Ufern gibt es eigene Regeln. Was genau gilt, hängt vom Gebiet ab, Schilder vor Ort geben oft Auskunft.

Zu Hause werden die Steine mit Wasser und einer Bürste gewaschen und müssen danach gut trocknen. Auf staubigen oder feuchten Steinen hält keine Farbe.

Farben und Versiegelung

Welche Farbe du wählst, hängt davon ab, ob der Stein drinnen bleibt oder nach draußen wandert:

Farbe Eignung
Wasserfarben Für kleine Kinder einfach, wäscht sich draußen aber schnell ab. Eher für Steine, die drinnen bleiben.
Acrylfarbe Deckt gut, trocknet schnell und haftet auf Stein. Für Kinder geeignete Acrylfarben gibt es im Bastelbedarf.
Acrylstifte Praktisch für feine Linien, Punkte und Schrift. Wenig Kleckerei, auch für jüngere Kinder handlich.
Kreide oder Wachsmalstifte Halten auf Stein kaum, eignen sich höchstens zum Ausprobieren.

Auch Acrylfarbe ist auf Dauer nicht ganz wetterfest. Soll ein Stein lange draußen liegen, kann ein Klarlack helfen. Die Versiegelung übernimmt am besten ein Erwachsener, im Freien oder bei offenem Fenster, und genau so, wie es auf der Verpackung steht. Für Steine, die in der Natur verteilt werden, sind Glitzer, aufgeklebte Wackelaugen oder Plastikteile keine gute Idee: Sie lösen sich mit der Zeit und bleiben dann als Müll liegen.

Eine Unterlage aus Zeitung oder ein altes Wachstuch und Kleidung, die schmutzig werden darf, sparen Ärger. Acrylfarbe geht aus Stoff schwer wieder heraus.

Steine bemalen: Motivideen für jedes Alter

Nicht jedes Kind möchte gleich ein Kunstwerk malen. Diese Ideen funktionieren für verschiedene Altersstufen:

  • Für die Kleinen: einfarbig anmalen, Punkte mit dem Pinselstiel tupfen, Fingerabdrücke als Blüten
  • Tiere: Marienkäfer, Fische, Igel, Eulen und Schildkröten passen gut zur runden Form
  • Monster und Fantasiewesen: Zacken, Hörner und Streifen, je verrückter, desto besser
  • Muster: Punktmandalas, Streifen, Spiralen – schön für ältere Kinder mit ruhiger Hand
  • Spielsteine: Steine für Tic-Tac-Toe, ein Memory mit Bildpaaren oder Würfel mit Symbolen
  • Geschichtensteine: Jeder Stein zeigt eine Figur, einen Ort oder einen Gegenstand. Wer zieht, erzählt die Geschichte weiter.

Gerade die Spiel- und Geschichtensteine sind praktisch, weil sie in ein Säckchen passen und überallhin mitkommen. Wer noch mehr Naturmaterial verbasteln möchte, findet Ideen in unseren Beiträgen zu Kastanien basteln und Basteln mit Herbstblättern.

Steine verstecken: so geht es

In vielen Orten gibt es Gruppen, die bemalte Steine an Wegen, in Parks oder an Spielplätzen auslegen. Wer einen findet, darf ihn behalten oder an anderer Stelle neu verstecken. Oft steht auf der Rückseite der Name einer Gruppe aus einem sozialen Netzwerk, in der Fundstücke gezeigt werden. Ob du mitmachst und welche Plattform du dafür nutzt, entscheidest du selbst. Mit Kindern ist es oft schon spannend genug, einfach zu beobachten, ob der Stein beim nächsten Spaziergang noch da ist.

Damit die Freude ungetrübt bleibt, helfen ein paar Regeln:

  1. Gut sichtbar, aber nicht im Weg ablegen, etwa auf einer Mauer, an einem Baumstumpf oder neben einer Bank.
  2. Nicht auf Wegen, Spielflächen oder Rasen, wo jemand stolpern oder ein Rasenmäher den Stein erfassen könnte.
  3. Nicht in Schutzgebieten, auf Friedhöfen, an Denkmälern oder auf privaten Grundstücken.
  4. Keine persönlichen Daten auf den Stein schreiben, also keinen vollen Namen und keine Adresse.
  5. Nur so viele Steine verteilen, wie die Umgebung verträgt.

Ein Spaziergang mit Ziel

Das Verstecken und Finden verwandelt einen gewöhnlichen Spaziergang in eine kleine Mission. Wer daraus ein größeres Abenteuer machen möchte, kann die Steine in eine Schnitzeljagd einbauen oder mit Geocaching verbinden. Und an nassen Tagen ist das Bemalen selbst eine gute Beschäftigung, mehr Ideen dafür sammelt unser Beitrag Regentag mit Kindern.

Ein schöner Ort für die ersten versteckten Steine ist der Weg zum nächsten Spielplatz. Welche Spielplätze bei dir in der Nähe liegen, zeigt dir unsere Spielplatzkarte.

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